ELW, Digicircle und wie weiter

Jetzt ist sie also Geschichte, die Digicircle-Konferenz 2019 in Mannheim.

Um die 100 Kolleg*innen aus den Volkshochschulen, Verbänden und die Projektmitarbeiter*innen aus dem DVV sind letzte Woche in Mannheim zusammengekommen, um ….. ja, wozu eigentlich?

Nach der Begrüßung, einem lobenden Grußwort von Christoph Köck, warteten noch zwei weitere Vorträge auf die Teilnehmer*innen:

die Keynote: „YouTube, WhatsApp, EduCamps, MOOCs und Co.: Wo und wie lernen wir morgen?“ Dr. Jochen Robes, weiterbildungsblog.de und eine Digicircle-Evaluation, Dr. Lutz Goertz, mmb. Soweit, so erwartbar.

Was die VHS-Kolleg*innen eigentlich hören wollten: Wie geht es denn nun weiter? Was soll passieren, wer übernimmt welche Aufgaben? Wie unterstützen wir die Volkshochschulen, die nicht in einem Digicircle waren ….. dazu ließ man uns warten.

Erst am 2. Tag und im Rahmen des Resümee wurde zart angedeutet, dass diese Fragen derzeit eigentlich niemand beantworten kann.

Spätestens jetzt musste sich auch keiner mehr wundern, warum kein Verantwortlicher vom DVV vor Ort war.

Was heißt das nun? War Mannheim die fröhliche Beerdigung einer Idee, in die viele Volkshochschulen große Hoffnungen gesetzt haben und die die vhs-„Interessenvertretungen“ erfolgreich in bekannte und ungefährliche Strukturen gepresst haben?

Nach dem Verständnis des DVV ist ELW wohl ein Projekt und das hat kraft Definition einen Anfang und ein Ende. Folgerichtig ist ELW für die DVV-Führungsspitze und die Landesverbandschefs ein Projekt unter vielen und nicht bedeutend genug, um dafür nach Mannheim zu kommen und ihre „Strategie“ (falls es so etwas gibt), zu erklären.

Was bedeutet das jetzt für die Volkshochschulen? Einen diskussionswürdigen Ansatz dazu liefert z.B. dieser Blogbeitrag.

Eine weitere Diskussion dreht sich um die Frage, wie Volkshochschulen ihre ELW-Angebote besser vermarkten können. Schon die den ersten Konzepte zu ELW von 2014 sprechen von einer eigenen Agentur. Diese Diskussion ist in Mannheim erneut aufgekommen.

Gut so. Die Telc ist ein Modell, an dem weiter gedacht werden kann.

Die Zukunft (nicht nur) der ELW liegt in der Hand der Volkshochschulen. Auf die Verbände zu warten, scheint eher zu behindern. Konkret heißt das:

  1. “Vernetzen, vernetzen, vernetzen” (Christoph Köck)
  2. Regionale Egoismen aufgeben und miteinander Angebote erstellen und vermarkten. Ein sehr gutes Beispiel dafür zeigt ein Verbund von Volkshochschulen in Bayern mit seinem Angebot, das jede vhs zu sehr fairen Konditionen nutzen kann (zu finden auf der vhs.cloud)
  3. “Glokal” denken und handeln. Raus aus der Denke in regionalen Zuständigkeiten
  4. Vernetzen, vernetzen, vernetzen.

Auf Twitter sucht Svenia Knüttel ( BAK Erweiterte Lernwelten) aktiv nach Wegen aus dem Dilemma. Rege Beteiligung erwünscht.

Die Grundlagen sind gelegt. Los geht es.

Posted on: 21. Januar 2019, by :

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