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Neugierig auf’s vhsbarcamp 2017 – Jetzt läuft der Countdown

Am Freitag startet das vhsbarcamp.
Achtung vhs-KollegInnen und vhs-DozentInnen, es sind nur noch wenige Plätze frei.

Für noch Unentschlossene oder Kurzentschlossene gibt Michael Staudt, vhs Kaiserslautern noch hilfreiche Tipps.
Wem nichts davon zusagt, dem sei zumindest die Speisekarte ans Herz gelegt 🙂

Neugierig auf’s vhsbarcamp 2017 – Folge 3

Foodblogs

gibt es ja ziemlich viele. Trotzdem haben sich die Kollegen der Mannheimer Abendakademie an einen Kochblog rangewagt. Wir haben schon mal mit der Bloggerin über ihre Session in Kaiserslautern gesprochen.
Zu finden ist der Blog übrigens hier.

Neugierig auf’s vhsbarcamp – Folge 2

Barcampreporter

Kurz vor Ostern haben wir Joachim Sucker noch vor die Kamera bekommen.
Hier erzählt er uns, welche Session er auf dem Barcamp anbieten wird.
Lasst Euch anregen und dann rasch anmelden.

Die Links zu den Videos von denen er spricht, findet Ihr weiter unten.

Neugierig auf’s vhsbarcamp 2017

In wenigen Wochen ist es soweit.

Das 4. vhsbarcamp startet.
Diesmal sind wir bei den Kollegen in Kaiserslautern zu Gast.
Hier wollen wir in lockerer Folge posten, was Euch dort erwartet.
Los geht es mit diesem Video „Neugierig auf’s vhsbarcamp 2017

Videos bearbeiten – Teil 1

Habt Ihr es schon ausprobiert? Die ersten Videos sind gedreht?
Dann wird Euch schnell aufgefallen sein,
dass dabei ganz schön große Dateien entstehen können. Vor der Weitergabe kann es also notwendig sein,
den Datenumfang eines Videos zu verringern.

Wie man das ziemlich einfach erreicht,
erklärt Stefan Will in seinem jüngsten Erklärvideo.

Videos erstellen – leicht gemacht

Ein kleines Video im Unterricht drehen, wie geht das eigentlich? Welche Ausrüstung brauche ich? Muss ich da viel Technik beherrschen? Wieviel Zeit muss ich einplanen? Was ist in Sachen Rechte zu beachten? Viele Fragen, die jetzt rasch geklärt werden können. Wir empfehlen dazu:

  • die kurze Anleitung zum Filmen mit dem Smartphone von Stefan Will  und
  • die ebenso kurze Hilfestellung in Sachen sinnvoller Technik von Joachim Sucker

Angucken, nachmachen.
Dann klappt das auch, mit den Videos.

Ein erster Zwischenruf

Die ersten Mini-Fobis sind durch, klein aber fein die erste, ausgebucht die zweite. Wer sich jetzt fragt, warum ein Webinar ausgebucht sein kann: wir legen Wert auf die persönliche Beteiligung, zumindest soll es die Möglichkeit dazu geben. Das schließt „Vorlesungen“ aus. Die Nachfrage nach dem Thema Inverted Classroom war so groß, dass wir es kurzerhand im Dezember wiederholen werden: http://erweitertelernwelten.de/termine/

Interessant finden wir, dass sich auch Menschen anmelden, die zumindest auf den ersten Blick nichts mit Volkshochschule zu tun haben. Da unser Verein sich zum Ziel gesetzt hat, Kolleginnen und Kollegen aus der VHS-Landschaft mit digitalen Instrumenten vertraut zu machen, geben wir deren Anfragen zunächst mal den Vorrang.

Was wir jetzt schon sagen können: das Interesse aufzubrechen, digitale Instrumente einzusetzen, Unterrichtsszenarien zu verändern ist da. Wir vermuten, dass es noch weitaus größer ist, als wir bislang wissen. Längst noch nicht alle Kolleg*innen kennen den Verein und unser Angebot.

Der DVV und die Landesverbände haben mit dem Masterplan zu ELW eine Herkulesaufgabe zu stemmen. Nicht jede VHS wird ihre Ideen dann auch sofort in einen Digicircle einbringen können.

Qualifizierung ist ein Riesenthema und wird es absehbar bleiben. Wir wollen hier unterstützen und allen Kolleg*innen, die sich dennoch und vielleicht zunächst in kleinen Schritten aufmachen wollen, eine Plattform bieten.

Die Mini-Fobi „Flipped Classroom“ hat deswegen Folgen. Im nächsten Web Jour Fix am 2.12. sprechen wir darüber, wie wir ein Netzwerk interessierter Kolleg*innen zusammen bringen und eine Sammlung gelungener IC-Beispiele aufbauen können.
Das wird spannend, wir freuen uns auf Euch.

Anmelden nicht vergessen 🙂

Wir starten durch

Geschafft. Alle Triebwerke sind angeworfen. Wir heben ab.

Wir bieten Austausch, Vernetzung und Handwerkszeug: die wesentlichen Grundlagen für kompetentes Handeln in den neuen Galaxien. Kompetenz haben wir an Bord – wir lernen voneinander und miteinander. Und das sind die ersten Ziele, die wir ansteuern.

Web Jour Fix

Wir starten im September mit unseren digitalen Weltraumtreffen.
Im Web Jour Fix, einmal im Monat freitags, immer online mit und ohne Kamera geht es um den Austausch. Einschlägig interessierte Kolleg*innen können sich kennenlernen, wir sprechen über aktuelle ELW-Projekte, diskutieren Eure Fragen dazu, tauschen uns zu möglichen Lösungsansätzen aus. Es gibt Tipps und Hinweise von Erfahrenen für weniger Erfahrene.

Los geht es am 23. September, 10.30 Uhr, Dauer ca. 45 Minuten.

Mini-Fortbildungen

Die Erweiterten Lernwelten bringen viel Neues und kaum eine*r hat die Zeit, sich das alles anzugucken. Im lockeren Wechsel stellen wir Euch ein Instrument, eine Technik oder eine Idee vor, mit der Euer Leben im Netz leichter wird, mit der ihr Kooperationen und Zusammenarbeit im Netz realisieren oder Eure Angebote bekannt machen könnt.

Auch für die Mini-Fortbildungen gilt: alles findet online statt, ist kooperativ organisiert und auf VHS-Belange ausgerichtet.
Kurz, knapp und bedarfsorientiert; ELW-Wissen in kleinen Portionen.

Los geht es am 19. Oktober, 18.30-20 Uhr mit „Schön, Euch zu sehen“. Dann stellen wir Euch Konferenztools vor, die kostenlos im Netz verfügbar sind.

Alle Themen und Termine findet Ihr hier.

Wer ist angesprochen?

VHS-Kolleginnen und Kollegen, gleich welcher Abteilung. Was Ihr mitbringen müsst, ist Interesse am Thema ELW, einen Rechner mit Internetzugang und ein Headset.

Wer sich im Thema ELW weiter engagieren möchte, ist uns im Verein herzlich willkommen. Dabei sein kostet Zeit und Geld und findet überdies in der Freizeit statt.
Dafür bekommt Ihr: Vernetzung, jede Menge neue Ideen und praktische Tipps für die eigene Arbeit.
Es lohnt sich also. Den Mitgliedsantrag findet ihr hier.

Wir freuen uns auf Euch, den Austausch, die Diskussionen und das gemeinsame Lernen.

Was bisher geschah und warum Geduld gefragt ist

Der Lernraum – unendliche Weiten.

Wir schreiben das Jahr 2016. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs „Erweiterte Lernwelten e.V. – VHS in der digitalen Gesellschaft“, das mit seiner Besatzung unterwegs ist, neue Lernformen zu erforschen. Dabei dringt das Raumschiff in Galaxien vor, die zuvor noch niemand erkundet hat.

 

So könnte sie beginnen, die Story unseres Vereins. Auch unsere Ziele gleichen dem Aufbruch in unendliche Weiten. Und da jede gute Geschichte mit einem „Was bisher geschah …“ beginnt, hier ein kleiner Rückblick.

Marketing-Tagung und Volkshochschultag in Berlin 2011

Einige unerschrockene VHS-Marketing-Leute lernen sich persönlich kennen. Diese „Webjedis“ beschließen ihre Zusammenarbeit zu intensivieren und sich intensiver mit VHS-KollegInnen zu vernetzen. Im Ergebnis wird die Xing-Marketinggruppe, die seit 2008 besteht, ausgebaut.Bildrechte Karl Damke


Marketing-Tagung in Fulda 2012

Viele interessierte KollegInnen machen deutlich, dass die Bedeutung des Marketing an Volkshochschulen wächst. Es wird immer klarer, dass die Vernetzung mit den KollegInnen aus den Programmbereichen vorangetrieben werden muss. Um im digitalen Klimawandel bestehen zu können, braucht es fach- und funktionsübergreifendes Denken und Handeln.

Marketing-Tagung in München 2013

Rund 80 KollegInnen diskutieren Fragen rund um das Onlinemarketing für VHS. In der Folge räkelt sich der “Riese VHS” und stößt den ersten vhsMOOC an. Zielgruppe sind Mitarbeitende und Lehrkräfte aller Volkshochschulen. In 4 Wochen gewinnen sie einen Überblick über Onlinemarketing und Lernaktivitäten im Netz und tauschen sich darüber aus, wie Volkshochschulen das schon nutzen. Die einzelnen Fixsterne im Universum beginnen sich zu vernetzen.

2012-2014

Der Organisations- und Finanzausschuss (OFA) der Volkshochschulen beruft die Onlinemarketinggruppe ein. In knapp 1,5 Jahren der Zusammenarbeit entstehen die erste gemeinsame Datenbank für alle Volkshochschulen und als „Oberfläche“ das Portal Volkshochschule.de sowie die vhs-App – ein bislang als unmöglich eingestuftes Projekt. Damit sind Volkshochschulen erstmals in der Lage bundesweit Werbung zu machen und mit ihren mehr als 600.000 Angeboten im Jahr im Netz sichtbar zu werden.

2013-2014

Der DVV wird erneut aktiv, man will die Entwicklung im Netz fassbar machen. Eine Arbeitsgruppe wird beauftragt sich mit dem Thema „Erweiterte Lernwelten für Volkshochschulen“ auseinanderzusetzen. Eine erste Arbeitsgrundlage entsteht, die in verschiedenen Gremien diskutiert wird.

vhsBarcamp 2014 in Köln

Die VHS-Familie setzt einen neuen Standard in Sachen Veranstaltungsformat und Zusammenarbeit. Mehr als 100 KollegInnen aus der Programmplanung, Querschnittsfunktionen, aus Verbänden und VHS-Leitungen arbeiten hochmotiviert an den relevanten Themen. Bildrechte Karl DamkeErgebnis: Kooperationen entstehen u.a. zum vhsStrickMOOC (2014) und zur VHS-Kulturgruppe „vhs 2020 Kultur“ auf Google+ , der ichMOOC (2015) wird vorgestellt und viele KollegInnen, die einander bislang nicht kannten, schließen sich zusammen.

In Summe: der Vernetzungsgrad der einzelnen Fixsterne und damit in der VHS-Familie ist gewaltig gestiegen! Köln zeigt auch: In den einzelnen Volkshochschulen passiert so viel, dass eine engere Zusammenarbeit jenseits von BarCamps, Landesstrukturen und Verbandstreffen die Motivation der KollegInnen enorm steigert. Das Voneinander-Lernen und erste gemeinsame Projektideen verlangen nach einem neuen Rahmen.

Februar 2015

Der Verein “Erweiterte Lernwelten” gründet sich in Frankfurt.

2015 in Leipzig

Das zweite BarCamp zum Thema „Digitales Lernen“ treibt die Entwicklung voran. Der Verein stellt sich vor. Das Interesse in der VHS-Familie, aber auch bei Externen ist groß.

 

In der VHS-Landschaft ist seither viel passiert!

Bildrechte Karl Damke
Das Thema Erweiterte Lernwelten und Volkshochschule kommt erneut im OFA an. Diesmal sollen Strukturen geschaffen werden. Die Mitgliederversammlung in Saarbrücken hebt es auf die Agenda, ein Konzept zum Ausbau und zur Umsetzung in den Volkshochschulen wird ausgearbeitet, welches gerade die Gremien passiert. Der Volkshochschultag 2016 greift das Thema unter der Überschrift „Digitale Teilhabe für alle“ auf. Hier sollen die Erweiterten Lernwelten und die Veränderungen für die Gesellschaft in den Blick genommen werden.

Und der Verein?
Musste zunächst die unendlichen Weiten der deutschen Vereinswerdung (Amtsgericht und Finanzamt …) durchlaufen. Ein mühsamer Ritt durch Instanzen und Paragrafen.

Mit Freude können wir nun verkünden: Wir sind ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit allen notwendigen Weihen!
Die Anträge auf Mitgliedschaft wurden auf der Mitgliederversammlung im November positiv beschieden, die Neumitglieder sind herzlich willkommen.

In Kürze zieht der Verein Mitgliedsbeiträge ein und dann beginnt auch das operative Geschäft – da warten wir nur noch auf das Finanzamt  🙂

Um im Bild zu bleiben:
Damit sammelt sich so langsam die Mannschaft an Bord unseres Raumschiffs. In 2016 wird es abheben. Gemeinsam mit Euch heißt es dann den noch unbekannten Raum Erweiterter Lernwelten zu erkunden und Kolonien zu gründen.

Wie geht es weiter?

Bildrechte Karl DamkeSo viel sei schon mal verraten: Wir wollen ansetzen, wo die KollegInnen der Schuh drückt – im täglichen Umgang mit allem, was das Leben in der „Digitalen Gesellschaft“ mit sich bringt. Es soll um das Erleben und Ausprobieren der Erweiterten Lernwelten gegen. Wenn Ihr dazu Ideen oder schon konkrete Wünsche habt, meldet Euch und wir sehen, was wir gemeinsam daraus machen können.

Bis dahin bauen wir die Infrastruktur weiter aus, damit das dann auch gut funktioniert. Derzeit gestalten wir eine ansprechende Moodle-Plattform für den Austausch der Vereinsmitglieder und wir testen unterschiedliche Videokonferenz-Anbieter aus, um die Kommunikation auch persönlicher gestalten zu können.

Der Verein Erweiterte Lernwelten möchte vor allem eins: Volkshochschulen immer weiter in der Digitalen Gesellschaft verankern und mit ihr verzahnen.
Wer Lust hat, uns dabei zu unterstützen oder auch dabei aktiv mitzuwirken ist herzlich willkommen.

Den Mitgliedsantrag und alle künftigen Informationen werden wir weiter auf dieser Seite veröffentlichen.

Bildrechte Karl Damke
Also dann:

Wir sehen uns an Bord.

Möge die Macht mit uns sein.

 

Bildrechte: Wir danken Karl Damke für seine Fantasie.

 

Was sind ERWEITERTE LERNWELTEN?

Begriff und Grundverständnis

Erweiterte Lernwelten ist der Kernbegriff eines pädagogischen Konzepts, das sich mit der Verknüpfung analoger und virtueller Lernmodelle und Lernpraxen befasst. Die Grundidee fußt auf dem Gedanken, dass Lernen mit Unterstützung des Internets den geschlossenen Lernalltag der klassischen Unterrichtskultur öffnet und diesen zugunsten der Lernenden inhaltlich, sozial und räumlich ausweitet. Die Pädagogik der Erweiterten Lernwelten geht von einem partizipativen Charakter der Lernarrangements aus. Lerntheoretische Bezüge des Konzepts finden sich in der Ermöglichungsdidaktik nach Rolf Arnold, im Konnektivismus nach George Siemens und in der Montessori-Pädagogik. Erweiterte Lernwelten sind nicht als eine Variante des E-Learnings definierbar, sondern als Grundkonzept, das der Praxis der miteinander verwobenen, analog-digitalen Realität entspricht.

Das Konzept wurde von einer Initiativgruppe aus der Erwachsenenbildung im Jahr 2013 in einer ersten Fassung ausgearbeitet, danach von diesem Kreis in weiteren Versionen fortgeschrieben. Der Gruppe gehören Christoph Köck (Hessischer Volkshochschulverband), Nina Oberländer (Bremer Volkshochschule), Mark Stocksmeyer (vhs im Kreis Herford), Joachim Sucker (Hamburger Volkshochschule), Beatrice Winkler (Volkshochschule Karlsruhe) und Stefan Will (vhs Landkreis Fulda) an.

Signifikante Erweiterungen von Lernwelten durch Webaktivitäten lassen sich auf sechs Ebenen beschreiben:

Erweiterung der Lernorte

In der klassischen Unterrichtskultur begrenzt in hohem Maße der geschlossene Raum der „Bildung-Einrichtung“ das Lernsetting (Schulgebäude, Klassenzimmer, Kursraum). In Unterschied dazu bietet das Web die Möglichkeit, alle Orte, an denen eine gute Netzanbindung gegeben ist (W-Lan, Funknetz), zu Lernorten zu machen. Dies können (wie bisher) Schulungsräume sein, daneben auch der eigene Arbeitsplatz, das heimische Wohnzimmer, Cafes, Jugendclubs, Altenheime oder auch sogenannte „Co-Learning-Spaces“. Letztere sind dezentrale Lernorte, in denen sich Lerngemeinschaften treffen, um sich von dort aus weiter im Web zu vernetzen. Unterstützt und vorangetrieben wird diese Erweiterung durch den Einsatz mobiler Endgeräte (Tablets, Smartphones), der den kabelfreien Zugang zum Weltwissen ermöglicht.

Erweiterung der Lernzeiten

Dem synchronen Unterricht in einer analogen Lerngemeinschaft werden durch das Bereitstellen und Nutzbarmachen von webbasierten Lerninhalten asynchrone Unterrichtsbausteine an die Seite gestellt. Das Lernsetting ist weniger zeitgebunden als vormals, z.B. durch den Einsatz von Online-Lernspielen, Videotutorials, Audiodateien oder aufgezeichneten Dialogen.

Erweiterung der Lerninhalte und Curricula

Fixierte und logisch-kausal aufgebaute Lerninhalte und Curricula des analogen Präsenzlernens (Lehrbuch, vorgefasste Unterrichtsmaterialien) werden durch die webbasierte Erschließung des Lernwegs phasenweise aufgebrochen. Weblernen gestaltet sich vorwiegend vernetzend-intuitiv, Lernende „surfen“ durch die Wissensarsenale des Internets und fügen Wissensbausteine sowohl systematisch wie auch in loser Folge neu zusammen. Durch das vernetzende Erschließen der Lerninhalte wird interdisziplinäres Denken gefördert. Erweiterte Lernwelten zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Vorteile der analogen Unterrichtskultur mit denen des Weblernens verbinden. Die Fortschreibung und Veränderung von Curricula und Lernzielkatalogen wird durch den Einsatz von Internetwerkzeugen wesentlich erleichtert.

Personalisierung der Lernwege

Erweitertes Lernen mit dem Web ist als liquider Prozess zu verstehen, bei dem ein Wechsel aus curricularen und frei gestaltbaren Lernbausteinen eine personalisierte „fließende“ Lernumgebung schafft. Diese orientiert sich stärker an individuell gesetzten Lernzielen und Lernwegen als an einer kollektiven Lernstrategie.

Erweiterung der Rolle der Lernbeteiligten

In Erweiterten Lernwelten wird den Teilnehmenden die Rolle als Wissensproduzent/-in, Inputgeber/-in und Lerngestalter/-in mindestens phasenweise übertragen. Lernende sind auch Teilgebende, die einen Gutteil ihres Lernwegs selbst steuern: sie finden Lernbausteine im Web und in der analogen Welt, wenden diese in Gruppenarbeit an, entwickeln eigenständig Kursthemen und Aufgaben und verantworten ihren persönlichen Lernfortschritt. Diese Rollen einzunehmen setzt Übungspraxis und Experimentierfreude voraus. „Lehrende“ agieren in diesem Modell als Lernweg-Begleitung. Fachwissen vermitteln zu können wird dadurch nicht obsolet, sondern ist die Grundvoraussetzung für die Rolle des/der Lernbegleiters/-in.

„Glokale“ Vernetzung der Lernbeteiligten

Erweiterte Lernwelten bieten die Möglichkeit der hochgradigen Vernetzung mit anderen Lerninteressierten: an konkreten Bildungsorten, in der Region, und weit darüber hinaus. Durch webbasierte (regionale und weltweite) Vernetzung finden sich Gleichgesinnte, die in einer rein analogen Unterrichtsumgebung nicht oder nur mühsam zusammen finden können. Spezifische Interessenslagen (z.B. an seltener unterrichteten Sprachen oder an speziellen Arbeitstechniken) werden auf diese Weise zusammen gebracht und gefördert.

Rezeption

In kurzer zeitlicher Abfolge war die Diskussion um Erweiterte Lernwelten Schwerpunkt mehrerer andragogischer Konferenzen. Konzeptionellen Einfluss hatte das Modell auf den ersten vhsMooc im Jahr 2013, sowie einige Monate später auf das erste vhsBarcamp in Köln (Mai 2014). Überregionale Beachtung bekommt das Konzept auf der 10. Fachtagung des W.Bertelsmann Verlages im Oktober 2014 („Perspektive Didaktik – Bildung in erweiterten Lernwelten“).

Literatur

Eva Klotmann, Christoph Köck, Martin Lindner, Nina Oberländer, Joachim Sucker, Beatrice Winkler (Hrsg.), Der vhsMOOC 2013. Wecke den Riesen auf. Bielefeld: wbv, 2014

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